Gehaltsstreit im Technischen Museum Wien

Fotograf Dr. Bernd Gross, Technisches Museum Wien, 2016

Vor wenigen Tagen hat derStandard einen Gastkommentar (hier) über die Einkommensschere in Museen veröffentlicht. Genauer gesagt geht es um das Gehalt der Direktorin des Technischen Museums Wien. Die Autorin ist die Betriebsrätin Sabine Groschup.

In ihrem Artikel wirft die Autorin der Leiterin des Hauses mangelnde Solidarität mit ihren Mitarbeiter/innen vor. Sie kritisiert das unverhältnismäßig hohe Gehalt, das kaum geringer als das des österreichischen Bundeskanzlers ist. Hiermit verdeutlicht sie die Verdienstunterschiede zu den eigenen Mitarbeiter/innen im Haus, die inzwischen wesentlich weniger verdienen. Gleichzeitig wird stets vom Sparen und notwendiger Rationalisierung gesprochen. Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes spielt somit eine wichtige Rolle. Dazu kommt, dass die Arbeit trotzdem von jemanden getan werden muss.

Inzwischen hat die Kronenzeitung (hier) die Kritik aufgegriffen. Sie wird nun als persönlich motiviert dargestellt. Dabei geht es mehr als um die Gehälter der Museumsdirektorinnen und Museumsdirektoren. Es geht um das Museumspersonal, das häufig mit einem Prekariat konfrontiert ist. Es geht um Bekenntnis zu Museen selbst und somit Sicherung ihrer Finanzierung. Es bleibt zu hoffen, dass auch diese Aspekte in den Medien zur Sprache kommen.

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