Ding/ Objekt/ Exponat

T. Bennett: »Das Museumsobjekt ist in der Tat immer nicht-identisch mit sich selbst. Seine bloße Aufstellung in einem musealen Rahmen stellt ein Abheben des Objekts von seinem »An-sich-sein« dar, damit es mit anderen, gleich konstituierten Objekten sukzessiv in unterschiedliche Konfigurationen gebracht werden kann. Ebenso wie im Labor werden im Museum die Objekte »ins Haus gebracht«, von ihrem »natürlichen« Auftreten losgelöst. Damit können Museen die Gegenstände nach ihrer Maßgabe manipulieren, um so neue Wirklichkeiten sichtbar und für das Formen und Umformen von Gesellschaftsbeziehungen verfügbar zu machen.«

Tony Bennett,: Das Kunstmuseum als zivile Maschine. In: Charlotte Martinez-Turek, Monika Sommer (Hg.): Storyline: Narrationen im Museum, Wien 2009, S. 57–73, S. 61.