Vermittlungsmethoden

N. Sternfeld: »Die Vermittlungstheoretikerin Carmen Mörsch unterscheidet vier verschiedene Formen der Vermittlung und spricht von affirmativen, reproduktiven, dekonstruktiven und transformativen Ansätzen der Vermittlung. Mörsch zufolge geben affirmative Ansätze das Wissen und die Werte von Institutionen frontal weiter, während reproduktive Methoden für den Erwerb von institutionellem Wissen und Werten eher dialogische und interaktive Mittel wählen. In beiden Fällen werde der institutionelle Kanon allerdings nicht hinterfragt. Dies finde vielmehr erst in der dritten Kategorie, bei den dekonstruktiven Zugängen, statt. Denn diese würden Institutionen und ihre Logiken reflektieren, während die vierten, die transformativen Strategien noch einen Schritt werter gehen würden: Sie hätten nämlich das Ziel, die Institutionen nicht nur zu analysierten, sondern sie auch zu verändern.«

Nora Sternfeld: Plädoyer. Um die Spielregeln spielen! Partizipation im post-repräsentativen Museum. In: Susanne Gesser, Martin Handschin, Angela Jannelli, Angela, Sibylle Lichtensteiger (Hg.): Das partizipative Museum. Zwischen Teilhabe und User Generated Content. Neue Anforderungen an kulturhistorische Ausstellungen, Bielefeld 2012, S. 119–126, S. 122.